Für Fragen und Reservierung: +49 (0) 211 353938
Erweiterte Suche
Erweiterte Suche

STEINER FINCAS & VILLEN auf Mallorca


Cabrera Impession Meer und Berge

 

Die Insel Cabrera

 

Um genau zu sein, ist Cabrera eigentlich gar keine Insel sondern vielmehr ein Archipel, das aus insgesamt 18 größeren und kleineren Inseln besteht, die zusammen den Nationalpark des Cabrera Archipel bilden. Cabrera selbst hat eine Fläche von 15.69 km² und eine Küstenlinie von 38 Kilometern, auf der Insel leben 20 Einwohner. Die Insel ist insgesamt relativ flach, die höchste Erhebung misst 172 Meter. Cabrera und die anderen Inseln des Archipels wurden 1991 zum Naturschutzgebiet dem „Archipiélago de Cabrera“ erklärt, das gleichzeitig auch Europäisches Vogelschutzgebiet ist. Früher lebten zudem viele wilde Ziegen auf Caberera, daher auch ihr Name, denn „Cabra“ heißt Ziege, also die Insel der Ziegen. Durch Ihre Fresslust drohten die Ziegen aber sämtliches Grün der Insel aufzuessen und so wurden sie kurzerhand von der Insel weggebracht.

 

Cabrera Blick auf den Hafen   Cabrera Wanderweg

 

Von Mallorca aus erreicht man Cabrera mit Ausflugsbooten, entweder von Colonia de Sant Jordi, von hier dauert die Überfahrt ca. 40 Minuten, oder in der Zeit vom 01.Mai – 30. September auch von Porto Petro, hier dauert die Überfahrt doppelt so lang – ca. 80 Minuten.

 

Die beste Zeit der Insel einen Besuch abzustatten ist der Frühling oder der Spätsommer, dann ist es nicht mehr so heiß, wie in den Monaten Juli und August. Man kann Cabrera auf verschiedene Arten einen Besuch abstatten, so gibt es zum Einen die Möglichkeit Cabrera und einige der anderen Inselchen des Archipels vom Wasser aus zu erkunden. Bei dieser Variante erschließt sich einem die Schönheit der Küstenlinie, der Felsbuchten und Grotten von Meeresseite aus, zum Anderen kann man sich für eine Kombination aus Rundfahrt und anschließendem Landgang entscheiden.

 

Cabrera blaue Grotte   Cabrera blaue Grotte

 

Für welche Tour auch immer man sich entscheidet, die bekannte „Blaue Grotte“ wird immer angefahren und entlockt bisher jedem Besucher bewunderndes Staunen. Je nach gebuchtem Ausflugstripp wird hier auch ein Zwischenstopp zum Schwimmen und Schnorcheln eingelegt – ein wirklich einzigartiges Erlebenis, denn das Wasser dieser Bucht ist so blau wie Curacao-Likör.

Auf keinen Fall aber sollte man vergessen Sonnencreme einzupacken, eine Kopfbedeckung und ganz wichtig, wenn man sich für einen Ausflug mit Landgang entschieden hat; festes Schuhwerk, denn die Wege dort sind zum Teil sehr rutschig und nicht befestigt, also nichts für Flip Flops.

 

Cabrera Naturparadies Vogel   Cabrera Naturparadies Eidechse

 

Wandern auf Cabrera

Täglich dürfen die Insel maximal 300 Gäste besuchen, der Aufenthalt ist meistens auf eine Dauer von 2,5 – 3 Stunden beschränkt, da dann die Boote wieder zurück fahren, also sollte man nicht zu lange in der einzigen, kleinen Bar am Naturhafen Platz nehmen, sondern sich auf den Weg machen, um die Insel zu erforschen. Insgesamt gibt es 8 Wanderwege auf Cabrera, wovon allerdings nur 3 für Besucher zum Bewandern freigegeben wurden. Wer auch die anderen 5 Wege erkunden möchte, muss sich einen „Guide“ buchen, ein Mitarbeiter des Nationalparks. Mit ihm darf man auch die anderen Wege begehen. Grundsätzlich lohnt sich diese Investition, denn die Guides kennen die Insel wie ihre Westentasche und wissen viel über die Fauna und Flora und die Sehenswürdigkeiten der Insel. Wirklich teuer ist es auch nicht, denn der Guide kostet nur schlappe fünf Euro mehr, als wenn man die Tour ohne ihn bucht.

 

Das Meer um Cabrera   Cabrera Blick auf Hafen und Castell

 

Für diejenigen, die keinen Guide buchen erschließen sich aufgrund des Zeitmangels fast nur die zwei kurzen Wanderwege, der erste davon dauert nur ca. 15 Minuten und führt zum „Castell de Cabrera“. Die Wanderung ist zwar kurz, aber der Weg ist sehr rutschig, festes Schuhwerk sollte hier Voraussetzung sein. Die Route zum Castell ist auch für weniger erfahrene Wanderer kein Problem und schon nach kurzer Zeit hat man das Ziel erreicht,  von dessen Plattform auf dem Dach man einen atemberaubenden Panoramablick bis fast nach Ibiza hat. Einziger Wehrmutstropfen – die Plattform ist nur über eine wirklich sehr schmale, dafür aber nicht zu lange Wendeltreppe zu erreichen, also nicht zu große Rucksäcke mitnehmen, sonst bleibt man womöglich stecken.

 

Museum "Es Celler "auf Cabrera

Der andere, etwas längere Weg führt einen zum Inselmuseum „Es Celler“, ein ehemaliger Weinkeller, der nun als archäologisches Museum genutzt wird und Arbeitsgeräte aus dem 19. und 20. Jahrhundert, aber auch phönizische Amphoren ausstellt. Der Weg zum Museum führt über einen Sandweg, vorbei an herrlich duftenden Rosmarinbüschen und Zitronenklee, die das Bild der Insel prägen. An das Museum schließt sich ein botanischer Garten an, der mit seinem Artenreichtum ebenfalls einen Abstecher wert ist.

 

Naturparadies Cabrera

Auf dem Rückweg zum Hafen kommt man an dem hoch gepriesenen Sandstrand der Insel vorbei, der als besonders schön beschrieben wird. In der Tat ist der Strand zwar nicht allzu groß, aber das kristallklare Wasser verlockt zu einem Sprung ins erfrischende Nass,  jedoch hat die Insel eigentlich viel mehr zu bieten als kristallklare Buchten, ist sie doch ein wahres Naturparadies. Wie auch auf Insel Dragonera leben hier viele verschiedene, zum Teil auch nur hier vorkommende, Vogelarten, wie zum Beispiel Rohrweihen, Gelbschnabel-Sturmtaucher oder die Mönchsgrasmücke, zur Zeit der Zugvögel ist die Insel für Vogelkundler besonders attraktiv. Natürlich trifft man auch hier auf viele Eidechsen, die aber im Vergleich zu ihren Verwandten auf Dragonera nicht so zutraulich sind und mit ihrem schwarz-bläulichem Schuppenkleid eher die scheueren Vertreter ihrer Art sind. 

 

 Cabrera Unterwasserwelt Barracudas   Cabrera Unterwasserwelt Zackenbarsch

 

Im Meerwasser rund um Cabrera erleben Schnorchler und Taucher eine unglaublich vielfältige und faszinierende Unterwasserwelt, die im restlichen Mittelmeer nur noch schwer zu finden ist. Für Schnorchler ein Paradies: das klare Meerwasser bietet Sichtweiten von 40 - 50 Metern.  

 

Für all diejenigen, die ein wenig mehr Zeit auf Cabrera verbringen möchten, um die Insel besser erkunden zu können, bietet sich die Möglichkeit sich ein recht einfaches Zimmer in der Inselherberge „Albergue de Cabrera“ zu mieten. In den Monaten Juli und August kann man für ca. 60 Euro eine Nacht bleiben in der Nebensaison für ca. 50 Euro auch bis zu einer Woche. Für Ruhesuchende, Vogelliebhaber und Naturfreunde ein sicherlich einzigartiges Erlebnis.

 

Einige Sehenswürdigkeiten auf Cabrera kurz zusammengefasst:

- Cova Blava – die „Blaue Grotte“ an der Nordseite der Cala Gandulf

- Überreste des Festtungsturms Castell“

- Denkmal von 1847 zum Gedenken der umgekommen französischen Kriegsgefangenen

- Museo Etnográfico y Histórico „Es Celler“

 

Geschichtliches und Interessantes über Cabera:

Nach den Seefahrern aus Phönizien kamen auch Römer und Griechen zur Insel. Zeitweise gehörte die Insel sogar zum Byzantinischen Reich. Lange Zeit jedoch diente die Insel, ähnlich wie auch Dragonera, den Piraten als Schmuggelplatz und Unterschlupf. Hiernach versank die Insel erst einmal in einen Dornröschen Schlaf und blieb viele Jahre unbewohnt, bis 1809, während der Zeit des spanischen Unabhängigkeitskrieges ein Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten dort eingerichtet wurde. Nach der Schlacht bei Bailén fielen Tausende französischer Soldaten in die Hände der Spanier; ca. 12.000 von Ihnen wurden zur Insel gebracht, von denen ca. 3.500 bis 5.000 verstarben, da Nahrungsmittel und ärztliche Versorgung fehlten. Ein Denkmal in der Mitte der Insel erinnert an die Verstorbenen.

Im 19. Jahrhundert fand dann schließlich ein letzter Versuch der Besiedlung an. Die spanische Familie Feliu hatte sich vorgenommen dort Wein anzubauen, hierfür wurde auch der „Es Celler“ errichtet, übersetzt aus dem Katalanischen bedeutet dies Weinkeller. Die Weinaufzucht schlug aufgrund der spärlichen Frischwasserversorgung jedoch fehl und 1916, während des ersten Weltkrieges, wurden die Besitzungen dann enteignet zum Zwecke der Einrichtung einer Garnison, die bis heute noch auf der Insel ist.

 

Museum des Nationalparks Archipel Cabrera in Colonia Sant Jordi

Wenn Sie eine Finca im Süden oder Südosten von Mallorca gemietet haben und sich vor ihrem Ausflug nach Cabrera über die Attraktionen von Cabrera informieren möchten, ist ein Besuch im Museum des Cabrera Archipels in Colonia Sant Jordi empfehlenswert, ein schön angelegtes, modernes Informationszentrum mit Aquarien, die auch für Kinder interessant sind. Das Museum liegt in der Nähe des Hafens an der Plaza Es Dolc im Ort.

 




Finca Mallorca mieten
| Finca Ibiza mieten

Bei Kommentaren, Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an:  info@steinerferien.de
© 1999-2014, Reisebüro Schmelter, Inh. Heidi Steiner, D-40211 Düsseldorf, alle Rechte vorbehalten.
Tel. ( 0211 ) 353938, Fax ( 0211 ) 352858, Internet: www.steinerferien.de